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Schwangerschaftsübelkeiten und wann ist es eine Hyperemesis

Mama to be Hyperemesis

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Was ich mich gefragt habe, ab wann sind Schwangerschaftsübelkeiten normal und wann hat man eine Hyperemesis? So frisch schwanger glaubt man ja schnell und gerne das es zu den normalen Übelkeiten gehört wenn man sich übergibt. Dies ist in der Regel ja auch so! Nicht üblich ist es wenn man gar nichts mehr in sich behalten kann. Sei es Essen oder Trinken und das im schlimmsten Fall von morgens bis abends. Im extremsten Falle sogar auch länger als diese “magische” drei Monatsgrenze. Fakt ist aber, das der Körper richtige Wunder in nur +/- 40 Wochen vollbringt und auch eben dieser einiges mitmacht.

Bei mir waren es zum Beispiel unter anderem die Schwangerschaftsübelkeiten, die wie ich feststellen durfte den ganzen Tag andauerten. Dank Onkel Google wusste ich relativ schnell, das dies durchaus vorkommen kann. Manche Frauen berichteten das sie nur abends, oder nur morgens sich übergeben müssten, wieder andere berichteten das sie so wie ich den ganzen Tag mit der starken Übelkeit zu kämpfen hatten. – Also von wegen “Morgenübelkeiten”-

Relativ viel liest man aber das es sich meist in den ersten 12-14 Wochen legen sollte. So biss ich die Zähnchen zusammen und nach gutem Zuspruch meiner Frauenärztin, dass das Kind dennoch gut versorgt wäre, selbst wenn ich gar nichts in mir behalten würde, war ich beruhigt und wartete auf diese „magischen Grenzen“ in denen es von einem auf den anderen Tag doch wohl besser werden würde. Zwischenzeitlich versuchte ich natürlich einige Dinge aus. Was man so alles tun kann das liste ich weiter unten mal auf.

Ich habe viel ausprobiert und fast alles mitgemacht, was aber am meisten mir die gesamte Schwangerschaft geholfen hat war tatsächlich komplett auf meinen Körper zu hören was dieser gerade braucht.

Die oben beschriebenen „magischen Grenzen“ waren überschritten und ich dachte jeden Tag: “Es wird morgen sicher besser”. Meine Frauenärztin erzählte mir, dass manche Frauen eben diese Übelkeiten auch bis zur 16. Woche haben könnten und ich wartete geduldig weiter. Aufgrund meiner starken Übelkeiten wurde bei mir auch relativ schnell die Diagnose „Hyperemesis“ gestellt. Was im Prinzip nichts anders ist, als eine sehr starke Schwangerschaftsübelkeit. Kate Middleton hatte diese in beiden Schwangerschaften auch, also auch eine Begleiterscheinung die selbst vor Royals keinen Halt macht. Geholfen hat mir diese Erkenntnis aber leider nicht.
Meine Hebamme und meine Frauenärztin sagten, das spätestens in der 20. Woche alles gut werden wird. Was soll ich noch sagen? Die 20. Woche kam und natürlich war mir noch immer schlecht. Ich entschied ab dann auch nicht mehr zu hoffen, sondern einfach das Ende der Schwangerschaft im Blick zu halten und einfach durch zu halten. Wenn man ja von einer 40 Wochen Schwangerschaft ausgeht, hat man ja tatsächlich mit 20 Wochen Bergfest. So machte ich mir Mut, dass ich das eben auch noch schaffe. Auf Bekundungen von anderen Frauen die mir dann gerne erzählten das es in Woche X dann doch noch aufhören würde hörte ich nicht mehr wirklich, aber ich hoffte natürlich. Ich denke eine entscheidende Tatsache ist sich wirklich immer wieder zu sagen “Alles wird gut”, weil natürlich wird wieder alles gut. Diese Übelkeiten (Hyperemesis) werden durch die Schwangerschaftshormone ausgelöst. Ist die Frau nicht mehr schwanger, ist die Hyperemesis auch weg (dazu aber später mehr).

Andererseits haben sich die Übelkeit und das Erbrechen ja letztendlich mit mir gut arrangiert. Ich hörte auf meinen Körper, gab ihm genau das was er in dem Moment wollte und schaffte es weitest gehend nicht zu dehydrieren. Im Internet bin ich relativ früh auf einen Beitrag in einem Forum gestoßen, in dem eine Frau berichtete das sie die ganze Schwangerschaft lediglich nur Sauerkraut essen konnte. Das war das einzige was sie tatsächlich in sich behalten konnte. Ich habe meistens in mich hinein gehört und habe versucht das zu essen worauf ich mehr oder weniger Appetit hatte und dies ging die meiste Zeit tatsächlich gut.

– Das Kind wächst –

Das tolle war aber, dass ich das Mini Kind in mir aber wachsen sehen konnte und irgendwann spüren konnte und ich mit wachsendem Bauch auch komplett die Angst ablegte das es nicht gut genug versorgt sei. Das Wunder der Natur ist nämlich, dass sich die kleinen Würmchen einfach alles nehmen was sie brauchen damit es ihnen gut geht. Die einzige die da wirklich doof durch muss ist eben die Mutter. Das war auch ein Gedanke der mich immer aufmunterte, weil ich mir dachte “Solange ich es nur bin, kann ich damit umgehen!“. So war es ja auch letztendlich, weil man ja auch genau weiß: irgendwann ist es dann vorbei und so war es auch! Ungelogen, sobald ich wach war nach der Geburt war meine Übelkeit komplett weg! Ich konnte Essen und Trinken was ich wollte. Anders verhielt es sich mit meiner Symphyse, denn hier dauerte es leider auch noch etwas an, obwohl es hier wahnsinnige Fortschritte gibt.

Mama to be Hyperemesis

Ich möchte hiermit keiner Frau Angst machen sondern eher ermutigen, egal was euch die Schwangerschaft für Steine in den Weg legt: Ihr werdet es schaffen! Weil irgendwann ist alles vorbei und selbst egal wie schlimm es euch geht in der Schwangerschaft, es kommt auch hoffentlich bei euch der Punkt, wo ihr sagen könnt: “Ach, eigentlich war es doch alles zum Aushalten”. Klar war es oft schlimm und an manchen Tagen wollte ich nicht mehr, aber jetzt ist alles gut und es hat sich gelohnt! Das empfinde ich zu mindestens jedes Mal, wenn mich dieses kleine Wunder anlächelt als wäre ich das größte Geschenk, obwohl das kleine Wesen gar nicht begreift das es für mich das größte Geschenk auf der ganzen Welt ist.

– Es gibt Hilfe bei Hyperemesis –

Clevere Tipps von Ärzten, Hebammen und dem Internet für Schwangere mit Hyperemesis:

Ernährung: Ginger Ale, Brühe (gegen das Dehydrieren),  Schonkost, eine meiner Hebammen schwört auf die gute alte Hühnersuppe  -> Mir persönlich hat es immer geholfen eben nur dies zu mir zunehmen auf was ich gerade auch wirklich Appetit hatte. Hier war die Erfolgschance am größten. Im Internet laß ich von einer Frau die sich ihre gesamte Schwangerschaft ausschließlich von Sauerkraut ernähren konnte.

Akkupressurbänder: SEA-Band – soll manchen tatsächlich gegen die Übelkeiten helfen, mir hat es leider nicht geholfen

Medikamente: Nausema – wird oft am Anfang verschrieben, scheint auch bei vielen gegen Übelkeiten zu helfen

Vomex: Vomex habe ich nur 1x bekommen als ich doch wegen Dehydrierung ins Krankenhaus musste. Es ist ein Medikament das mir direkt in die Vene gespritzt gut geholfen hat und die 2 Tage konnte ich mehr oder weniger gut Essen. Der Nachteil ist 1. es ist ein Medikament welches auch das Kind mit abbekommen kann, aber wohl nicht schädlich sein soll und 2. es macht wie Agyrax müde.

Agyrax – Ist ein belgisches Medikament was die selbe Eigenschaften wie Vomex hat, dies hat mich auch extrem müde gemacht. Was einerseits nicht schlecht ist, so gehen die Tage schneller um, anderseits schlug es bei mir meist nach ein paar Tagen auch auf den Magen.

TCM – Für den ein oder anderen macht es eventuell auch Sinn sich bei einem TCM Arzt vorzustellen, dieser kann auch noch einmal Tipps geben.

Ich bin kein Arzt! Und auch bei den Medikamenten gilt, sprecht immer vorher mit eurem Frauenarzt und Hebamme darüber! In der Schwangerschaft ist es nämlich gerade wichtig nicht einfach Medikamente zu schlucken, sondern sich hier richtig beraten zu lassen.

 – Akupunktur für mich das beste Medikament – 

Mein persönlicher Tipp ist hier allerdings etwas, was bei mir durchweg sehr gute Erfolge bewirkt hat auch ohne Nebenwirkungen: Akupunktur. Meine Hebamme hat mich irgendwann angefangen 2-3 Mal die Woche zu akupunktieren und dies hat tatsächlich eine Linderung der Symptome bei mir erbracht. So konnte ich meist wenigstens ganz gut eine “richtige” Mahlzeit zu mir nehmen am Tag.
Ich muss aber auch dazu sagen das ich vor einigen Jahren Akupunktur für mein Knie bekam und gar keine Wirkung bemerkte. Als meine Hebamme mir das anbot, erzählte ich ihr das war aber offen es zu probieren (das war ich sowieso immer). Was soll ich sagen? Es hat geholfen und das wahnsinnig gut bis wirklich zum Schluss, bis zur Geburt.

Generell muss ich auch sagen das ich finde das ich die weltbesten Hebammen haben durfte und ich würde mit ihnen immer wieder eine Schwangerschaft durchstehen! Gerade wenn man keine 08/15-Schwangerschaft hat, steht und fällt ziemlich viel mit den Menschen die euch in der Schwangerschaft begleiten und betreuen.

 

Ich hoffe dem ein oder anderen gibt es Mut weiter zu machen und auch es weiter zu versuchen!

Andrea

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2 Comments

  • Clara

    Huhu liebe Andrea,

    hui, da hatte es dich ja ganz schön erwischt. Schön, dass wieder alles gut ist. :-*
    Ich hatte auch ganz schön Übelkeit – den ganzen Tag – in den ersten 3-4 Schwangerschsfts-Monaten.
    Habe mich SEHR gequält an der Arbeit und hatte wahnsinnig Kreislaufbeschwerden. Einmal bin ich in der vollen Sbahn auf dem Weg zur Arbeit umgekippt und war auch im Krankenhaus. Ja, man macht schon einiges mit für die kleinen Mäuse. 😉 Ich blogge auch wieder – auch zu Babythemen. Habe ja lange Pause gemacht, aber jetzt habe ich wieder richtig Lust auf’s Bloggen und Freude daran.

    Ich sende dir liebe Grüße und bis bald,
    Clara

    9. November 2016 at 17:07 Reply
    • Andrea

      Hallo liebe Clara,

      ohje du arme. 🙁 Das stimmt wohl das man einiges mitmacht aber irgendwie lohnt es sich ja dann doch und inzwischen ist wieder fast alles vergessen und Dank der Hormone “War ja alles gar nicht so schlimm…” geht dir das auch so?
      Ja, ich habe auch erst wieder angefangen nach jetzt einer sehr langen Pause und habe auch endlich wieder richtig Lust darauf. Endlich darf und kann ich ja auch wieder etwas erleben. 🙂 Nur fehlt mir noch ein wenig die Zeit ab und an. Schläft deine kleine Maus denn schon durch?

      Liebste Grüße nach München an Johanna und deinen Liebsten

      Andrea

      9. November 2016 at 17:11 Reply

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